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Grenzfluss, Topspiel & Schlammschlacht - Copa Indio

  • Tom
  • 24. Nov. 2022
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 25. Nov. 2022

Der Blog begleitet meine Spielzeit im Team FC Amubri. Ich werde von den nächsten drei Spielen berichten, die so einiges bereithalten.

Spiel gegen Shiroles

Der Spielkalender ließ uns am 30. Oktober in das Dorf Yorkin fahren. Zu dem mehr als eine ¾h entfernten Ort fuhren wir mit dem Motorrad hin. Ich saß hinten bei einem Mannschaftskollegen mit drauf (siehe Bilder).

Dabei ging es über zwei Flüsse in so wackeligen Booten, dass man Angst hatte, mitsamt der Motorräder und Personen im Fluss unterzugehen.

Überfahrtsstelle nach Yorkin

Weiter ging es über sehr steile und mit Steinen übersäte Wege in das abgelegene Dorf Yorkin.

Das Spielfeld zeichnete sich durch seine geringe Größe, sowie die kleinen Tore aus (siehe Bild).

Das sollte uns jedoch nicht zum Nachteil werden. Denn gerade einmal zwölf Spieler reisten an und wir konnten eben so ein komplettes Team aufstellen. Die kürzeren Laufwege würden eine Auswechslung dementsprechend nicht so notwendig machen.

Ebenfalls fließt direkt neben dem Spielfeld ein Fluss entlang, der die Grenze zu Panama darstellt. Ob ich auf dem Weg hin zum Spiel schon kurz Panama durchfahren hatte, weiß ich nicht, aber mehr als zehn Meter war ich nicht entfernt.

Das Spiel startete nicht allzu gut für uns. Durch ein Kopfballtor mussten wir den Rückstand hinnehmen. Danach ging es furios weiter. Mitte der ersten Halbzeit gab es eine Trinkpause. Der Schiedsrichter sagte: "nur eine Minute". Als der Schiedsrichter das Spiel nach einer Minute wieder anpfiff, waren alle Amubri-Spieler auf ihrer Position. Das gegnerische Team dagegen ließ sich deutlich mehr Zeit und nicht alle waren rechtzeitig auf dem Spielfeld zum Wiederanpfiff. Die Überzahl konnten wir ausnutzen und einen Elfmeter rausholen. Nach erfolgreicher Verwandlung stand es nun 1:1.

Kurz darauf konnten wir auf ein 1:2 erhöhen. Wir hatten das Spiel danach sicher im Griff, bis es einen Elfmeter für die Gegner gab. Glück und Geschick waren an diesem Tag bei unserem Torhüter, der sowohl den Elfmeter, als auch den Nachschuss hielt.

Damit ging das Spiel zu Ende und wir konnten uns auf dem 3. Platz festsetzen (siehe Tabelle).

Auf dem Rückweg hielten wir nochmal an und genehmigten uns ein verdientes Siegerbierchen.

Der dritte Spieltag hielt für uns ein Topspiel bereit. Es ging gegen den Erstplatzierten Deportivo Barrio Escalante.

Ich durfte das dritte Mal in Folge in der Startelf stehen, was mich zum einen ehrte, auf der anderen Seite den Druck erhöhte, weil bei dem heutigen Spiel die Ersatzbank voll besetzt war. Im Gegensatz zum Spiel davor waren so viele Spieler da, dass die Anzahl der Trikots kaum reichte.

Ab der ersten Minute merkte ich, dass das gegnerische Team deutlich besser war als die vorherigen Kontrahenten, aber auch seine Lücken in der Defensive hatte. Dadurch konnten wir in der ersten Halbzeit 1:0 in Führung gehen.

Die zweite Halbzeit war mehr eine Defensivschlacht. Unsere Akzente nach vorne waren nur noch spärlich. Eher mussten wir schauen, dass wir nicht den Ausgleich kassieren. In der 81. Minute wurde ich ausgewechselt. Fünf Minuten vor Schluss passierte es dann doch noch: 1-1. Natürlich enttäuscht und fertig ging es nach Hause, dennoch war es ein gerechtes Endergebnis, was außerdem dafür sorgte, dass die Tabelle weiterhin spannend blieb (siehe Tabelle).

Heute ging es wieder los zu einem Auswärtsspiel. Diesmal in Shiroles. Den Platz kannte ich schon, da die Jugendmannschaft schon einmal dort gespielt hatte. Diesmal fuhr ich bei meinem Gastbruder auf dem Motorrad mit (siehe Video).

Er war einer der wenigen Auswärtsfans.

meine Mitspieler

Leider war an diesem Tag kein gutes Wetter und so war der Platz in einem fürchterlichen Zustand, als wir ankamen. Tiefere Pfützen, in denen der Ball stecken bleiben sollte, sowie Matsch, der für eine wahre Rutschpartie sorgte (siehe Bild).

Doch nicht nur die klimatischen Bedingungen passten nicht, sondern auch das gesamte Team war nicht zu 100% da. Deshalb dauerte es auch nicht lange, bis wir 2:0 zurücklagen.

Mit dem Anschlusstor schöpften wir zwar nochmal Motivation, doch das anschließende 3:1 machte alles zunichte. Schlussendlich musste ich mir noch ein Tor von der Bank aus ansehen (siehe Bild).

Damit ging es mit der ersten Niederlage im Gepäck zurück ins Dorf. Das Spiel war nicht leicht für uns gewesen.

Doch schon nächsten Sonntag (20.11.) haben wir das nächste Spiel. Dieses Mal erneut zu Hause in Amubri.



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