Cerro Chirripó- vacaciones parte 2
- Tom
- 30. Dez. 2022
- 3 Min. Lesezeit
Wenn mein Auslandsjahr zu Ende geht, wird dieses Erlebnis sicherlich noch immer in Erinnerung sein - die Besteigung des Cerro Chirripó, dem höchsten Berg Costa Ricas. In diesem Blog berichte ich von dem kräftezehrenden Aufstieg.

Am 24. Dezember klingelte um 3:30 Uhr mein Wecker. Das Zeichen um aufzustehen, denn es sollte früh losgehen. Doch bevor ich meine letzten Sachen in meinen Rucksack einpackte, rief ich meine Familie an, um ihnen fröhliche Weihnachten zu wünschen.
Dann ging es los. Unser Haus liegt auf 1450 Metern. Unser Ziel für diesen Tag war es, auf 3300 Meter zu gelangen.
Mit einer Taschenlampe bewaffnet, liefen wir die erste dreiviertel Stunde im Dunkeln. Als es heller wurde, hatten wir den Aufstieg schon erreicht und waren auf unseren ersten Kilometern. Ab diesem Zeitpunkt konnten wir nun die Landschaft sehen (siehe Bild).

Bis Kilometer Sieben gingen wir fast ununterbrochen bergauf. Bei jedem Kilometer war ein Schild mit der Höhe aufgestellt, sodass man immer genau wusste, wo man sich befand.
Am besagten siebten Kilometer war ein Haus, in dem Getränke und Essen verkauft wurden (siehe Bild). Wir nutzen diese Chance, um unsere Trinkflaschen aufzufüllen und einige der mitgebrachten Bananen und Äpfel zu essen.

Danach ging es bis Kilometer Zehn genauso weiter. Dieser Abschnitt war etwas ermüdend, da es keine schönen Aussichten gab und der Wald sehr gleich aussah.
Von dort aus änderte sich das Terrain dennoch schlagartig (siehe Bilder). Es ähnelte stark der Natur in südlichen Ländern Europas.
Wegen der veränderten Vegetation hatte man fast durchgängig einen schönen Ausblick.
Dennoch war es nicht weniger anstrengend. Die Beine schmerzten und der Weg wollte nicht enden. Die Sonne schien sehr stark. Zudem war bei Kilometer Zwölf wieder ein Schild aufgestellt (siehe Bild).

"Monte sin Fé" bedeutet soviel wie "Berg ohne Hoffnung", was uns nicht gerade motivierte. An diesem Punkt waren wir schon bei 3200 NN. Somit waren es keine 100 Höhenmeter mehr, die wir zu bewältigen hatten. Dennoch ging es rauf und runter, wodurch wir mehr als nur 100 Höhenmeter auf den letzten zwei Kilometern bewältigen.

Gegen 12:30 Uhr erreichten wir nach 18 Kilometern die Lodge, wo wir die Nacht verbringen würden.
Dort aßen wir etwas und ruhten uns erstmal aus. Stolz aber auch geschafft, machten wir noch ein Bild.

Auf der Wanderung hatten wir einen Guía (span.: Guide) getroffen, der meinte, dass die "Los Crestones" sehr schön seien. Dies waren Felsen, die man von der Lodge aus sehen konnte (siehe Bilder).
Eigentlich waren wir alle erschöpft, aber da wir nur einmal die Chance hatten, gingen wir trotzdem die zwei sehr steilen Kilometer nach oben. Dort genossen wir die untergehende Sonne, sowie die Aussicht.
Als wir wieder in der Lodge waren, nahmen wir unser Weihnachtsessen zu uns. Es gab Suppe mit Reis. Zum Nachtisch gab es Christstollen, den wir in Costa Rica gekauft hatten.

Erschöpft und nach 22 Kilometern Wanderung, gingen wir um 19 Uhr schlafen.
Denn schon am nächsten Tag klingelte erneut der Wecker um kurz vor 3 Uhr. Wir zogen uns warm an und machten uns bereit, den Gipfel zu besteigen. Mit einigen anderen Wanderern liefen wir in Dunkelheit, nur mit dem Licht unserer Taschenlampen die letzten fünf Kilometer.
Vor allem der Schlussanstieg auf den Chirripó war steil und nicht ganz leicht. Grund waren rutschige Steine und eine schlechte Sicht.
Doch dann hatten wir es endlich geschafft und warteten, bis die Sonne aufging.

Es war zwar bitterkalt, dennoch genossen wir, wie die Aussicht immer besser wurde und die Wolken sich langsam verzogen (siehe Bilder).
Bei gutem Wetter kann man vom Chirripó sowohl die Pazifik- als auch Karibikküste sehen. Leider hatten wir an diesem Tag nicht das Glück. Dennoch schmälerte dies nicht die Freude, ganz oben zu sein.

Nach einer guten halben Stunde machten wir uns für den Abstieg bereit. Der Rückweg war sehr cool, da man die Möglichkeit hatte zu sehen, wo man langgelaufen war.

In der Lodge wärmten wir uns ein letztes Mal auf. Danach ging es nur noch bergab.
Bedauerlicherweise sahen wir fast keine Tiere. Das höchste der Gefühle waren Eidechsen, die sich auf den Steinen ausruhten.
Gegen Nachmittag kamen wir total erschöpft und mit müden Füßen an unserem Haus an.
Insgesamt waren wir an diesem Tag 32 Kilometer gelaufen.
Der restliche Tag bestand nur aus ausruhen, sowie ein Besuch im Restaurant.

Somit endete der sehr bergige Teil unseres Urlaubs.





































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