Indigene Fahrschule
- Tom
- 19. Apr. 2023
- 2 Min. Lesezeit
Eigentlich wollte ich diesen Blog schon vor mehr als vier Monaten veröffentlichen. Deshalb sind einige der erzählten Sachen schon ein wenig älter. Nach fast drei Monaten in Costa Rica begannen meine praktischen Fahrstunden für das Motorradfahren. Bis dahin war ich des Öfteren hinten mitgefahren. Die Theorie bestand aus dem Lernen von fünf Vokabeln.

Am 24. November nahm mein Gastbruder mich nach dem Frühstück mit dem Motorrad auf eine abgelegene Straße mit. Dann hielten wir an und er sagte zu mir: "Jetzt lernen wir Motorrad fahren". Nach einer kurzen Erklärung setzte ich mich auf das Motorrad und fuhr meine ersten Meter. Auch wenn es am Anfang nach sehr viel klang, war es gar nicht so schwer. Danach zeigte er mir noch, wie man die Gänge wechselt. Dann setze er sich hinten drauf und ich fuhr eine Weile mit ihm durch Amubri und die umliegenden Dörfer und lernte das Schalten und Fahren (siehe Bild).

Natürlich fuhr ich noch lange nicht so elegant und leichthändig, wie mein Gastbruder. Beispielsweise wechselte ich nicht so flüssig die Gänge oder hatte nicht direkt ein Feingefühl am Gas. Dennoch meinte er zu mir, dass ich es ganz gut machen würde. Vor allem dafür, dass ich eine Stunde davor noch nicht mal wusste, wie man ein Motorrad startet.

Am frühen Nachmittag wollten wir noch das Brasilien-Spiel bei einer Cousine meines Gastbruders schauen. Dafür nahmen wir erneut das Motorrad. Im Gegensatz zum Deutschlandspiel am Tag zuvor, zu welchem noch mein Gastbruder hingefahren war, saß ich diesmal am Steuer.
Nicht nur mir machte es Spaß, auch für meinen Gastbruder war es eine interessante Perspektive. Während der Fahrt gab er mir noch einige Tipps oder warnte mich vor Kurven oder Brücken, vor denen ich langsamer werden sollte.
Weder die Anzeige für die Geschwindigkeit und die Drehzahl, noch die für den Ölstand funktionierten. Wenigstens besitzt das Motorrad ein kleines Display, das den Gang anzeigt, in dem man fährt. Für den Anfang war das sehr praktisch, da ich mir den nicht zusätzlich merken musste.

Das Modell sieht man relativ häufig bei mir im Dorf herumfahren, da es nicht so teuer ist und für die Straßenverhältnisse gut geeignet ist.
Nach meinem Urlaub bin ich noch einige Male Motorrad gefahren. Vor allem das von dem Trainer, mit dem ich zusammen das Fußball-Training mache. Dieses ist nochmal ein kleines Stück größer.
Seitdem habe ich mich deutlich verbessert. Das Schalten läuft mittlerweile leicht und ich habe ein gutes Gefühl für das Motorrad bekommen.
Nachdem ich in Deutschland meinen Autoführerschein nur zur Hälfte machen konnte, freut es mich, wenigstens Motorrad fahren zu können.



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