Januar
- Tom
- 31. Jan. 2023
- 3 Min. Lesezeit
Während die Ferien zu Ende gingen, fing der Alltag in Amubri wieder an. Dieser war vor allem von Sport geprägt. Aber nicht nur das - was ich noch erlebte, erfahrt ihr in diesem Blog.

Unser letzter Aufenthalt war in San Antonio de la Amistad, wo wir uns das Stierreiten angesehen hatten. Von dort aus fuhren Rico und ich zurück in unsere Dörfer. Um dorthin zu gelangen, mussten wir einen Stop in der Hauptstadt machen. Diese Chance nutzten wir, um die Clubs zu besuchen. Dort machten wir uns einen schönen Abend.
Am nächsten Tag fuhren wir mehr als 6 Stunden mit dem Bus zurück. Als ich endlich wieder zu Hause war, entspannte ich erstmal und und sortierte alle Sachen, die ich mit im Urlaub dabei hatte.
Zwei Tage später stand das erste Training für mich an.
Wir gingen auf den Straßen Amubris und der umliegenden Dörfer Laufen (siehe Karte).

Der rote Punkt, der sich auf der rechten Seite der Karte befindet, war Start und Ziel. Dort befindet sich auch der Fußballplatz. Die Nummer Sieben ist der Ort, wo das Haus steht, in dem ich wohne. Die Nummern Drei und Vier sind im Dorf Cachabri, dem Nebendorf von meinem.
Für die rund 7,6 Kilometer habe ich ungefähr 43 Minuten gebraucht. Das sind 10,6 km/h. Damit war ich längst nicht der schnellste, dennoch bei den Ersten mit dabei. Dafür, dass ich in den 3 Wochen Urlaub eigentlich keinen Sport gemacht hatte, war ich glücklich mit meinem Ergebnis.
Als alle angekommen waren, machten wir eine Art Kraftkreis. Es gab verschiedene Übungen. Die meisten zielten auf die Beinmuskulatur ab. Wir trainierten mit Gewichten, Minihürden und einem Art Fallschirm (siehe Bilder).
Die Nachwehen dieses Trainings spürte ich merklich in den darauffolgenden Tagen.
Am 21. Januar wurde ich zum Geburtstag der Nichte meiner Gastmutter eingeladen. Das kleine Mädchen Alice wurde zwei Jahre alt. Insgesamt waren circa 40 Erwachsene und Kinder da. Der Großteil der Anwesenden war Familie.

Neben mehreren Mahlzeiten gab es kleinere Spiele. Diese waren vor allem für die Kinder. Zum einen gab es eine piñata. Zum anderen wurde an eine Wand ein Clownsgesicht mit einer großen roten Nase aufgehangen. Immer jeweils einem Kind wurden die Augen verbunden und eine ausgeschnitte Clownsnase, die an der Rückseite klebte, in die Hand gegeben. Durch Rufe des Publikums, wie "weiter rechts" oder "nach oben", wurde den Kindern geholfen. Ziel war es, die klebende Clownsnase möglichst genau auf der Originalen zu befestigen (siehe Bilder).
Ein Verwandter der Familie hatte ziemlich gute Entertainment-Künste, was den Geburtstag ziemlich unterhaltsam machte.
Während ich im Dorf war, begann wieder die Rückrunde des Fußball-Cups, in dem ich mitspiele. Am Sonntag, dem 22. Januar gewannen wir drei Punkte ohne spielen zu müssen (mehr dazu im kommenden Blog). Die freie Zeit nutzte ich, um der Konkurrenz bei ihren Spielen zuzusehen.
Unter anderem schaute ich bei dem Spiel Salwak FC gegen Union Telire zu (siehe Bild).

In der erstgenannten Mannschaft spielt normalerweise seit der Rückrunde auch Rico mit. Wir werden auch noch aufeinander treffen. Das Spiel ging schlussendlich 6:3 aus, was für mein Team relativ unbedeutend ist.
Im Gegensatz zu dem zweiten Spiel, was ich mir angesehen hatte. Es spielte Tsuiri gegen Suretka FC - Letzter gegen Drittplatzierter. Durch den 3:2-Erfolg für Tsuiri hatte unser direkter Konkurrent wichtige Punkte verloren.
Das Spiel an sich war etwas turbulent, da es mehrere rote Karten, sowie einen Elfmeter gab (siehe Video).
Nach dem Spiel fuhren wir nach Hause. Für mich waren die Spiele ein guter Ausgleich für unsere ausgefallene Partie.
Nach einem sehr schönen Urlaub bin ich froh wieder zurück in meinem Dorf zu sein. Während man im restlichen Costa Rica immer wie ein Gringo behandelt wird (zwar nett, aber man kommt nicht von hier), fühle ich mich in Amubri wie zu Hause. Die Menschen kennen mich, man grüßt sich auf der Straße und ich habe alles was ich brauche. Wie ich es im Blog durchscheinen lassen habe, bin ich glücklich endlich wieder mit meinen Fußballschuhen auf dem Platz zu stehen und einfach nur zu Kicken.
Bis zum 6. Februar werde ich noch die Ruhe und freie Zeit genießen, bevor die Schule und ein strukturierter Alltag wieder beginnt.















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