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Stierreiten - vacaciones parte 6

  • Tom
  • 24. Jan. 2023
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 25. Jan. 2023

Die Ferien neigen sich dem Ende zu. Und dafür geht es in neuer Konstellation nach San Antonio de la Amistad. Zusammen mit Rico und Luis habe ich mir eine in dieser Gegend weit verbreitete Attraktion angesehen - "La monta de toros". Zu Deutsch: Stierreiten.

in der Arena mit Luis

Doch erstmal von Anfang an. Am 8. Januar verließen Rico und ich Drake. Mit verschiedenen Bussen und Boot ging es nach Buenos Aires (Stadt im Südwesten Costa Ricas). Dort trafen wir Luis, einen anderen Freiwilligen. Von da aus fuhren wir nach San Antonio. Dies ist eine kleine Stadt, die zweieinhalb Stunden von Buenos Aires entfernt liegt. Hier hatten wir ein kleines Haus gemietet, in dem wir die nächsten Tage verbrachten.

Als wir dort ankamen, ruhten wir uns erstmal aus, erkundeten die Umgebung und liefen zu einem Aussichtspunkt (siehe Bild).

Nachdem wir zurückgekehrt waren, tranken wir ein paar Bierchen, die wir zuvor eingekauft hatten.

Nun machten wir uns fertig, um zu dem Ort zu laufen, wo das Stierreiten stattfinden sollte. Das Städtchen lag ziemlich abgelegen, deshalb konnte ich mir schwer vorstellen, wo hier ein großes Festival stattfinden sollte. Umso überraschter war ich, als wir zu einem riesigen Platz kamen. Man kann es sich wie einen Rummelplatz vorstellen, mit einem kleinen Stadion. Es gab ein Kettenkarussel, einen Platz für Zuchtrinder, eine Disco und viele Imbissstände (siehe Bild).

Nachdem wir etwas gegessen hatten, gingen wir in das kleine Stadion, wo das Stierreiten stattfand (siehe Bild).

In die runde Arena passen 1500 Menschen. Alle Plätze waren besetzt und die Stimmung war wahnsinnig gut. Angeheizt wurde diese von einer kleinen Vorab-Show. Es gab Pferdepräsentationen und Sänger, die für gute Laune sorgten (siehe Videos).

Dann ging es endlich los. Mit einer kleinen Pyroshow wurden die torreros vorgestellt, die gleich die Stiere reiten würden.

Kurze Augenblicke später saß auch schon der Erste auf dem Stier (siehe Video).

Die Regeln sagen, dass man sich mindestens acht Sekunden auf dem Stier halten muss, damit man es als Sieg verbuchen kann. Doch geht es nicht nur um diese acht Sekunden, sondern es wird versucht sich so lange auf dem Stier zu halten, bis dieser ruhig wird.

Danach wird er noch das ein oder andere Mal von Personen mit roten Tüchern angestachelt. Nun kommen zwei Männer auf Pferden in die Arena geritten, die mit einem Lasso versuchen den Stier einzufangen. Je nachdem wie gelungen der Wurf war, wird dies von tosendem Beifall des Publikums begleitet (siehe Video).

Die Stiere wiegen zwischen 400 und 900 Kilogramm. Vor dem Stierreiten wird ausgelost, wer welchen Stier reiten muss. Dementsprechend kann man es leicht oder schwerer haben: Je nachdem, wie viel der Stier wiegt, auf dem man reiten muss.

Da wir Plätze in der Nähe der Box hatten, in denen die Stiere vorbereitet wurden, konnten wir dort mal einen Blick reinwerfen.

Es werden Seile um den Stier gebunden, an denen sich der torrero festhalten kann und es wird geschaut, dass der Stier nicht allzu wild ist. Danach wird die Tür geöffnet und der Stier springt heraus (siehe Video).

Nach ungefähr fünf Durchgängen gab es eine Art Halbzeitshow, bei dem Entertainer für gute Laune sorgten oder DJs spielten. Ebenfalls gab es einen Tanzwettbewerb, bei dem Personen aus dem Publikum ausgewählt worden sind, die kurz tanzen sollten. Danach entschied die Masse durch Applaus, wer gewonnen hat.

Darauf ging es in den zweiten Durchgang. Insgesamt hatten es mehr torreros geschafft, den Stier zu beruhigen. Dennoch ist der ein oder andere heruntergeflogen.

Die meisten torreros verletzen sich beim Herunterfliegen nicht schwer. Einige humpelten leicht aus der Arena. Dennoch muss es nicht immer so glimpflich laufen. Es kann passieren, dass der Stier auf ein Bein tritt oder der torrero sich andere Brüche zuzieht. Um dem vorzubeugen, tragen sie jedoch Helm, sowie Brust- und Rückenprotektoren.

Nach dem Ende der Show aßen wir noch etwas Kleines und machten uns dann auf den Rückweg.

Den nächsten Tag entspannten wir und genossen die freie Zeit.

Wahrscheinlich sind Veranstaltungen dieser Art tierschutzrechtlich nicht ganz in Ordnung, dennoch haben wir diese Gelegenheit genutzt, da das Stierreiten in dieser Umgebung sehr angesehen ist und ein Highlight für die Bevölkerung vor Ort darstellt.




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